England feiert seine Gärten

London ist grün, mit mehr als 3000 Parks und öffentlichen Grünflächen hat die Großstadt genügend Gründe, das Gartenfestival zu feiern. Entdecken Sie königliche Parks wie den Hyde Park, St. James Park, Greenwich Park oder die weltberühmten Kew Royal Botanic Gardens mit ihren viktorianischen Gewächshäusern.

Der englische Rasen setzt seit Jahrhunderten Maßstäbe, doch was ist eigentlich ein typisch englischer Garten? In einem klassischen englischen Garten hat der Besucher das Gefühl, in ein natürliches Landschaftsgemälde einzutauchen. Waren früher Blütenpflanzen rar, gehören heutzutage auch farbenfrohe Blumen zu den Kompositionen der Landschaftsdesigner.

England feiert seine Gärten

London gilt als eine der grünsten Großstädte der Welt. Nach Parks müssen Sie nicht lange suchen. Das wohl prominenteste Beispiel, der Hyde Park, befindet sich mitten in der Innenstadt und dient Londonern und Touristen das ganze Jahr über als Anlaufstelle für erholsame Mittagspausen, lebendige Abendaktivitäten oder ein nettes Treffen mit Freunden.

Londons königliche Gärten

Die im Jahre 1759 entstandenen "Kew Royal Botanic Gardens" gehören mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die viktorianischen Gewächshäuser bezaubern nicht nur mit seltenen tropischen Palmen und exotischen Fischen, auch ihr geschwungener Baustil erfreut das Auge. Sie müssen für einen Besuch der botanischen Gartenanlage, London nicht einmal verlassen. "Kew Royal Botanic Gardens" ist an das U-Bahn-Netz der Stadt angeschlossen (Zone 3) und bequem zu erreichen.

Einen der ältesten königlichen Parks, den Greenwich Park, erreichen Sie mit den Themsebooten. Im Park finden Sie auch den Nullmeridian, von dem aus die geografischen Längen und damit die Zeitrechnung nach Osten oder Westen gezählt werden. Manche Bäume rund um das alte königliche Observatorium sind über 800 Jahre alt. Informationen zur Anreise über die Themse finden Sie hier.

Auch die alten Paläste Hampton Court und Kensington zeichnen sich durch ihre wunderschönen Garten- und Parkanlagen aus! Ein Besuch verbindet die historische Bedeutung der Häuser mit einer beeindruckenden Vielfalt an Beeten, Bäumen und Anlagen. Gerade deshalb gehören die Paläste und natürlich auch die Palastgärten zu den Highlights einer Londonreise. Jedes jahr im Juli ist die RHS Hampton Court Palace Flower Show ein Höhepunkt der Gartensaison. Sie gilt als die größte jährliche Blumenschau der Welt.

Die Royal Parks

Die Royal Parks waren einst das Erholungsgebiet der Monarchie. Sie waren früher dem Adel vorbehalten, der sich hier vergnügte, auf die Jagd ging oder sich der Gartenkunst widmete. 

Der kleinste von ihnen ist der Greenpark zwischen dem Piccadilly und dem Constitution Hill. Im Sommer bieten die alten Platanen und Linden Kühlung. Im Frühjahr ist der Greenpark übersäht von blühenden Narzissen.

Der berühmteste Londoner Park ist der Hydepark mit Speakers Corner. Der Hydepark war früher das Jagdrevier Henry VII.. Unter Charles I. wurde er für Besucher geöffnet. Im Jahr 1851 fand im hier die Weltausstellung statt. Der Park bietet nicht nur ausgedehnte Rasenflächen sowie schattige Sitzplätze. Sie können auch auf The Serpentine Boat fahren oder den Sprechern von Speakers Corner zuhören.

Der St. James Park ist der älteste der Royal Parks. Jeden Morgen marschiert die königliche Garde durch den Park zum Buckingham Palace, um dann mittags wieder in die andere Richtung zu laufen. Anfang Juni findet im St. James Park die Geburtstagsparade für die Queen statt. In Camden liegt der Regent's Park mit Rasenanlagen, Gärten wie die Queen Mary's Gardens, in denen über 12.000 Rosen duften. Wichtigste Attraktion ist aber der Londoner Zoo.

Die Kensington Gardens waren früher ein Teil des Hydeparks. Im nahen Kensington Palace lebte die Prinzessin of Wales, Diana, von 1981 bis 1997. Der Spielplatz neben dem Palast, der Diana Memorial Playground, ist ihrem Gedenken gewidmet. Heute leben William und Kate mit ihren beiden Kindern im Palast.

Im Südwesten von London findet sich der größte der Royal Parks, der Richmond Park. Auch er wurde einst als Jagdrevier für die königlichen Hoheiten angelegt. In dem ummauerten Park finden sich große Bestände an Damwild und Rothirschen. In der viktorianischen Isabella Plantation blühen die Azaleen sowie die Rhododendren.

Die Chelsea Flower Show

Ein berühmtes Highlight für Blumenfreunde ist die RHS Chelsea Flower Show im Stadtteil Chelsea. Veranstalter ist die Royal Horticultural Society (HRS), die königliche Gartenbaugesellschaft. Der im Jahr 1804 gegründete Verein fördert mit Mustergärten und der Blumenschau die Gartenkunst in England.

Dabei wird der Garten des Royal Hospitals jedes Jahr im Mai in 15 verschiedene Schaugärten auf einer Fläche von 4,5 Hektar verwandelt. Die Blumenschau zeigt die neuen Gartentrends des Jahres. Rund 150.000 Besucher sollen die Chelsea Flower Show jedes Jahr besuchen. Die Eintrittskarten müssen im Voraus gekauft werden.

Das Wochenende der offenen Gärten

Ein Wochenende der offenen Gärten findet jedes Jahr im Juni statt. Beim "Open Garden Squares Weekend" können Sie mit einem Ticket rund 230 private, öffentliche und versteckte Gärten in 25 Londoner Stadtbezirken erforschen. Darunter sind auch kleine Gärten, Dachgärten, Gemeindegärten und Gärten, die Teil historischer Gebäuden sind.

Die Privatgärten öffnen nur an einem Wochenende ihre grünen Oasen. Andere Gärten sind zwar auch über das Jahr offen, dennoch recht unbekannt. Es sind kleine versteckte Schätze unter ihnen. Manche Gärten bieten kleine Ausstellungen und Führungen an. Es finden sich historische, traditionelle und modern experimentelle Grünflächen beim Open Garden Squares Weekend.

Es werden geführte Touren zu Fuß oder mit dem Rad angeboten. Sie können die Gärten auch auch eigene Faust erforschen. In manchen Gärten werden selbstgebackene Kuchen, eigene Produkte und Getränke serviert. Das dazu gehörende Musikprogramm reicht von Chören über Klassik und Jazz bis zu Steel Bands.

Tickets und Informationen finden Sie bei Opensquares.