Beinahe in Rufweite, ebenfalls im Stadtteil Fulham, liegt das Craven Cottage, Heimat des FC Fulham und aus verschiedenen Gründen sehenswert. Denn wer die Hochglanz-Glas-Fassaden des Emirates oder der New White Hart Lane vor Augen hat, fühlt sich hier in eine andere Zeit zurückversetzt.
Denn auch mehrere Renovierungen haben dem Stadion seinen alten Charme erhalten. Besucher*innen gelangen daher, wie seit dem Bau im Jahr 1896, durch die rote Backsteinfassade in das kleine, aber umso feinere Stadion. Direkt an der Themse gelegen dürfte Fußball-Romantiker*innen hier das Herz aufgehen.
Ansonsten locken nicht nur die Tour bei „London’s original professional football club“, wie der Verein selbstbewusst von sich behauptet, sondern vor allem der eigenwillige Gegensatz zu vielen anderen Stadien. Der hat nämlich sogar noch Platz für eine wirkliche Besonderheit: Die namensgebende Jägerhütte ist nach wie vor Bestandteil des Stadions und dient heute als VIP-Lounge.
Übrigens hätte es für den FC Fulham und Fußball-Fans im Allgemeinen ganz anders ausgehen können. Die „Cottagers“ hatten bei der Fertigstellung der Stamford Bridge die Möglichkeit bekommen, ihre fußballerische Heimat in das neue Stadion zu verlegen. Man verzichtete – und gab so dem Rivalen FC Chelsea die Gelegenheit, sich in der unmittelbaren Nachbarschaft niederzulassen.
Nur eine der zahlreichen Geschichten der Rivalitäten, die sich im Westen Londons um den FC Fulham, den FC Chelsea sowie die Queens Park Rangers und den FC Brentford drehen. Für Fußball-Fans und London-Besucher*innen gibt es deshalb noch deutlich mehr zu entdecken, als die vorgestellte Auswahl aufzeigen konnte.